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Tipp für Eltern
Nutzungszeiten am PC einschränken
Möchten Sie die Nutzungszeiten Ihrer Kinder am PC einschränken, so können Sie mit einem kleinen Eingriff am System das automatische Abschalten des Rechners veranlassen.
Wir möchten die vielen interessierten Erziehungsberechtigten, Leser und Zuschauer aufklären, wie ein wenig Transparenz erreicht werden kann. Als erste Maßnahme sehen wir jedoch das vertrauliche Gespräch zwischen dem Erziehungsberechtigten und seinen Kindern, Verständnis für eine Beschränkung zu erreichen. Diese hier aufgeführten Maßnahmen dienen dazu, einen überdurchschnittlich hohen Konsum am PC zu verhindern. Das dies nicht unbedingt Verständnis bei Ihren Kinder erzeugen wird, ist und bewusst. Jedoch gibt es eine ganze Reihe von Eltern die sich freuen werden, einige Maßnahmen zu erfahren einer allzu häufigen Nutzungsdauer entgegen wirken zu können. Um auch mit einfachen verständlichen und nachvollziehbaren Schritten zum gewünschten Erfolg zu gelangen, muss man wissen, dass der PC nur so intelligent ist, wie der User der ihn bedient oder eben beschränkt. Wir bezeichnen diesen Chef oder Erziehungsberechtigten über den Computer als Administrator und den Benutzer (Ihr Kind) als Anwender. Damit sind dann auch schon beide wesentlichen Begriffe erläutert, zwischen denen sich die Vergabe von Rechten oder Nutzungszeiten abspielen wird. Alle heute gängigen Computerspiele erfordern ein Betriebssystem auf dem Anwender PC, was diese Vergabe von Nutzungsrechten ermöglicht. Das ein Administrator oder Admin über alle erforderlichen Rechte verfügen muss um überhaupt an anderer Stelle Eingriffe vornehmen oder einschränken zu können, ist die Voraussetzung einer solchen Maßnahme. Diese Rechte sind dem Admin bereits seitens Hersteller eingeräumt. Zunächst gilt es mal dem Administrator am System ein Passwort zuzuteilen, was der Anwender nach Möglichkeit nicht kennt. Damit wird verhindert, dass der Anwender sich über die Zugangsdaten des Admin selber wieder Rechte erhöht, womit die ganze Maßnahme natürlich wieder hinfällig wäre. Dazu gehen Sie bitte folgende Schritte mit der Maus: Über den Button „Start“ nach > Einstellungen > Systemsteuerung > Benutzerkonten. Dort haben Sie die Möglichkeit einen neuen Benutzer hinzuzufügen der dann auch alle administrativen Rechte bekommt. Wählen Sie an dieser Stelle einen Usernamen aus und ordnen diesem als Kontotyp den „Computeradministrator“ zu. Jetzt hat der Administrator alle Rechte um Einschränkungen durchführen zu können. Danach erstellen Sie für den zu überwachenden Anwender ein Benutzerkonto auf gleichem Wege, allerdings mit eingeschränkter Funktion und vergeben auch hierfür ein Kennwort, oder nicht. Dies ist keine Bedingung. Haben Sie sich an irgendeiner Stelle vertan, so können Sie dieses neue Konto wieder löschen. Sollte sich das Betriebssystem im Ursprungszustand der Erstinstallation befinden, dann wird bei einem Neustart des Rechners eine Auswahl von zwei Usern erscheinen, die zur Anmeldung am System berechtigt sind. So lange Sie Ihr Admin Passwort nicht bekannt geben, so lange kann der „eingeschränkte“ Anwender seine Berechtigungsstufe auch nicht ändern, weil dies eben nur ein Administrator kann. Mit diesen einfachen Schritten sind ganz wesentliche Einschränken bereits vorgegeben. Sollten sich bereits noch weitere User in den Benutzerkonten befinden, so können Sie diese entweder löschen, womit auch alle dem Anwender zugehörigen Dateien verschwinden, oder eben den bestehenden Usern die Rechte auf „eingeschränkt“ zu reduzieren, was sicherlich ratsamer ist. Alle anwenderspezifischen Dateien bleiben bestehen und es werden keine Icon’s vom Desktop des jeweiligen Users gelöscht. Wünschen Sie zudem, dass sich der Rechner zu einer bestimmten Zeit automatisch runter fährt, dann können Sie diese Maßnahme auch mit einfachen Routinen verwirklichen. Über Start > Einstellungen > Systemsteuerung > geplante Tasks > Geplanten Task hinzufügen auswählen. Dann „Weiter“ anklicken und es erscheint ein Assistent für geplante Tasks. Über das Feld „Durchsuchen“ wechseln Sie in das Verzeichnis Windows > System32 und wählen die Datei shutdown.exe zum öffnen aus. An der folgenden Stelle haben Sie die Möglichkeit einige Auswahlen zu treffen, wann dieser Befehl ausgeführt werden soll. Sinnvoll ist die Auswahl „Wöchentlich“ um dann die erforderlichen Tage weiter einzuschränken. Manch ein Anwender darf am Wochenende etwas länger am PC „daddeln“ als in der Woche. Hier gibt’s die beste Möglichkeit einer individuellen Auswahl. Damit Sie sich als User autorisieren, werden zur Einrichtungserlaubnis die Admin Daten abgefragt sowie Ihr Admin Passwort. Wenn alles richtig gemacht wurde, erhalten Sie einen Überblick über die von Ihnen eingerichtete Maßnahme. Bitte noch ein Häkchen in „erweiterte Eigenschaften“ setzen und auf „Fertig stellen“ klicken. Um nun einer recht abrupten Abschaltmaßnahme bei Ihren Kindern vorzubeugen, schlagen wir vor, dem User noch eine begrenzte Zeit zu geben, offene Anwendungen korrekt zu schließen, damit es keinen Datenverlust gibt wenn sich das System zwangsweise herunter fährt. Ergänzen Sie bitte den Befehl shutdown.exe in der Zeile Ausführen mit diesen Parametern bzw. Angaben shutdown.exe -s -f -t 60 Diese Ergänzung sagt aus, dass alle Anwendungen die zur Zeit geöffnet werden, nach einer vorgegeben Zeit von 60 Sekunden beendet werden und das System zwangsweise herunter gefahren wird, ohne dass der User die Möglichkeit hat den Vorgang zu stoppen. Dieses herunter fahren wird mit einer Einblendung am Bildschirm angekündigt. Hier können Sie auch andere Zeitspannen in Sekunden angeben die Ihnen als Admin praktikabel erscheinen. Damit der User nicht danach den Rechner wieder startet, kann ein Wiederholungsintervall aktiviert werden, der über das Feld „Erweitert“ zugänglich wird. Die Auswahl ist selbsterklärend und auch für ungeübte Admin’s verständlich. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass diese Art der Zwangsweisen Abschaltung auf allen gängigen Betriebssystemen möglich ist und nicht bei Arbeits- oder Berufskollegen/innen anzuwenden ist, um Missverständnis zu vermeiden. Sollten Sie weitergehende Fragen zu diesem Thema haben, dann werden wir diese sammeln und in einer der nächsten Ausgaben weiter behandeln. |


